Pressemitteilung
Hamburg, 4. Juni 2012
Provinzial NordWest Konzern: Standort Hamburg wird gestärkt
Hamburger Feuerkasse erweitert Angebot als Regionalversicherer
Die Hamburger Feuerkasse Versicherungs AG richtet ihre Geschäftstätigkeit in der Hansestadt Hamburg neu aus. „Wir werden künftig für Privat- und Gewerbekunden als alleiniger regionaler Sachversicherer in Hamburg für den Provinzial NordWest Konzern tätig sein“, sagt Stephan Lintzen, Vorstandsmitglied der Hamburger Feuerkasse, in einem Pressegespräch. Das Industriegeschäft wird die Feuerkasse hingegen künftig über die bei ihr eingerichtete Industriedirektion Nord in die Bücher ihrer Schwestergesellschaft, der Westfälischen Provinzial, zeichnen. Die Hamburger Feuerkasse gehört, ebenso wie die Provinzial Nord Brandkasse und die Provinzial NordWest Lebensversicherung (beide mit Sitz in Kiel) sowie die Westfälische Provinzial Versicherung aus Münster, zum Provinzial NordWest Konzern.
Die traditionsreiche Hamburger Feuerkasse (HFK) ist seit 336 Jahren am Hamburger Markt tätig und als das älteste Versicherungsunternehmen der Welt eine Institution in der Hansestadt. Seit Aufhebung der Monopolstellung 1994 hat sie sich erfolgreich als Schadenversicherer aufgestellt und bietet zudem als „Spezialist rund um das Gebäude“ Versicherungsschutz für Wohnungs- und Gebäudeeigentümer. Bisher ist die Provinzial Nord Brandkasse (PNB) aus Kiel parallel zur HFK in allen anderen Sparten und Kundensegmenten (Mieter) in der Hansestadt vertreten.
Alleiniger regionaler Sachversicherer
„Der Konzern hat sich nach seinem Zusammenschluss in den jeweiligen Regionen Westfalen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sehr gut aufgestellt. Im ausgehenden Jahr 2011 haben wir geprüft, wie sich der Konzern zukünftig in Hamburg aufstellen soll. Nach Kundenbefragungen und eingehender Beratung haben wir uns nun zu diesem Schritt entschlossen“, sagt Stephan Lintzen. Es ist geplant, dass die HFK ab dem 1. Januar 2013 im Bundesland Hansestadt Hamburg der alleinige regionale Sachversicherer des Provinzial NordWest Konzerns für die Privat- und Gewerbekunden wird. Während sie sich als regionaler Versicherer dann ausschließlich auf das Hamburger Geschäftsgebiet konzentrieren wird, gibt die PNB ihre Präsenz in Hamburg auf und beschränkt sich auf das Geschäftsgebiet in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Beide Marken werden somit ihre regionalen Stärken nutzen, um den Kunden vor Ort den bestmöglichen Service zu bieten.
Auch die Produktpalette wird erweitert: Beschränkte sich beispielsweise in der Gebäudeversicherung das Angebot bisher auf Eigentümer, werden in Zukunft auch Mieter auf die Produkte der HFK zugreifen können. „Wir haben das Know-how, die technischen Voraussetzungen und bieten den nötigen Service. Somit sind wir für diese Veränderungen bestens aufgestellt“, begründet Lintzen den Schritt.
Veränderungen auch im Industriegeschäft
Neuigkeiten gibt es auch im Industriegeschäft, das künftig für den gesamten Konzern in den Büchern der Westfälischen Provinzial Versicherung (WPV) geführt wird. Seit Jahresbeginn wird dies in Hamburg und auch in den Geschäftsgebieten der PNB bereits umgesetzt. „Um aber für die Kunden und Vertriebspartner eine Vor-Ort-Betreuung zu gewährleisten, haben wir unter dem Dach der HFK die Industriedirektion Nord gegründet“, so Stefan Richter, der im Vorstand der WPV und der HFK unter anderem für das Industriegeschäft zuständig ist, im Pressegespräch. Die Industriedirektion stellt nicht nur die Betreuung der Kunden und Vertriebspartner vor Ort sicher, sondern kann aufgrund eigener Vollmachten das Geschäft für die WPV eigenständig zeichnen. „Die WPV verfügt mit einer Prämieneinnahme in Komposit von über 1 Mrd. Euro, einem exzellenten AA- Rating sowie entsprechender Auslandszulassungen über alle Voraussetzungen, um für den Konzern das Industriegeschäft erfolgreich zu betreiben“, begründet Richter diesen Weg.
Das HFK-Geschäftsjahr 2011 im Überblick
Das vergangene Geschäftsjahr der Hamburger Feuerkasse war von einer außerordentlich hohen Belastung durch Schäden gekennzeichnet und war nach 2002 das schadenträchtigste Geschäftsjahr in der Historie der HFK. Zudem ist das Ergebnis durch unterschiedliche Entwicklungen im Industriegeschäft und in den übrigen Geschäftsfeldern geprägt. Die gebuchten Bruttobeiträge blieben mit 106,5 (106,7) Millionen Euro leicht unter dem Niveau des Vorjahres – trotz eines Beitragsanstiegs von 2,3 Millionen Euro (2,6 Prozent) in den Geschäftsfeldern außerhalb des Industriekundensegments. Die Schadenaufwendungen des Geschäftjahres stiegen, insbesondere durch Großschäden im Industriegeschäft, um 9,5 Millionen Euro auf 85 Millionen Euro. Der Sturm- und Starkregen am 6. Juni 2011 (2,3 Millionen Euro), der besonders die Hamburger Innenstadt getroffen hat, sowie mehrere Großfeuer (12,2 Millionen Euro) schlugen hier besonders stark zu Buche.
Insgesamt endete das Geschäftsjahr 2011 mit einem Jahresfehlbetrag von 8,5 Millionen Euro, der durch Gewinnvorträge aus den Vorjahren vollständig ausgeglichen werden konnte. „Gerade in Zeiten mit einem hohen Schadenaufkommen zeigt sich, dass die Hamburger Feuerkasse ein starker und verlässlicher Partner ist und einen ausgezeichneten Schadenservice bietet“, so Vorstandsmitglied Stephan Lintzen rückblickend.
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