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Elektro­mobilität:
Diese Fahrzeuge dürfen Sie fahren

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Es kommt Bewegung auf deutsche Straßen: Die Zeiten, in denen sich Verkehrsteilnehmer ganz grob in Fußgänger, Radfahrer und Kraftfahrer unterteilen ließen, sind längst vorbei. In Zukunft werden Städte immer mehr zum „Shared Space“ und neue technische Möglichkeiten führen zu mehr Vielfalt im Straßenverkehr. Beispiel Elektrofahrzeuge: Sie können grundlegend anders aufgebaut sein als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Während die Batterietechnik immer kleiner wird und neue Steuerungstechnik den Fahrer unterstützt, werden Autos in ihrer bisherigen Form zum Auslaufmodell. Und auch die Bundesregierung trägt Ihren Teil bei: Um die Klimaziele im Verkehrssektor zu erreichen, erhalten immer mehr elektrische Kleinstfahrzeuge eine Straßenzulassung.
Neue Fahrzeuge – neue Gefahren Mit den neuen technischen Möglichkeiten verändern sich auch die Fahrzeuge auf den Straßen und damit auch die Gefahren für Fahrzeughalter und Passanten. Auch ein sinnvoller Versicherungsschutz wird daher immer wichtiger. Das sieht offenbar auch der Gesetzgeber so: Wie schon bei der Zulassung von E-Scootern durch die „Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung“ (eKFV) wird für neuartige Fahrzeuge auch in Zukunft auf eine Haftpflichtversicherung wahrscheinlich besonderer Wert gelegt. Der Grund ist einfach: Die Elektromobilität treibt auch die Entwicklung der so genannten „Mikromobilität“ voran. Die oft schnellen und lautlosen Fahrzeuge sind noch recht unbekannt – das Risiko von Unfällen ist dadurch deutlich größer als etwa bei Fahrrädern. Hier finden Sie weitere Informationen zur E-Scooter-Versicherung.
Technische Möglichkeiten und politischer Wille sorgen für eine rasante Entwicklung: Bis Ende 2019 will das BMVI nicht nur E-Scooter zulassen, sondern auch elektrische Skateboards und andere Kleinfahrzeuge aus dem Bereich E-Mobilität. Auch leichte Motorräder sollen nach Medienberichten bald ohne Motorradführerschein gefahren werden dürfen. Besonders die Hersteller von E-Rollern und E-Motorrädern dürften davon profitieren. Doch welche Fahrzeuge gibt es aktuell schon im Handel und wie sind die rechtlichen Voraussetzungen für den Betrieb im Straßenverkehr? Die wichtigsten Informationen im Überblick.

Elektromobil  

Elektromobile sind vor allem als Hilfsmittel für Menschen mit Behinderung wichtig. Es gibt sie in verschiedenen Ausbaustufen: vom elektrischen Rollstuhl bis hin zu überdachten Kleinstfahrzeugen, die Autos ähneln. Elektromobile gelten rechtlich als „motorisierte Krankenfahrstühle und sind bis zu einer Geschwindigkeit von 6 km/h zulassungsfrei. Bei einer höheren Geschwindigkeit benötigen Sie eine entsprechende Genehmigung und eine entsprechende Haftpflichtversicherung.

Hoverboard

Der Name stammt aus Hollywood, doch frei schwebende Skateboards sind bis heute weitgehend Science Fiction. Hoverboards gibt es trotzdem: Sie sehen aus wie kleine Segways ohne Haltegriff. Rechtlich gelten sie bisher als Spielzeug und sind nicht für den Straßenverkehr zugelassen. Eine Versicherungspflicht gibt es nicht. Das BMVI (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) plant aber, Hoverboards und elektrische Skateboards im Straßenverkehr zuzulassen.

Segway

Bei Segways steht der Fahrer zwischen zwei nebeneinander angeordneten Rädern auf einer Platte. Er kann sich durch Gewichtsverlagerung nach vorne und hinten bewegen. Eine Lenkstange ermöglicht Kurvenfahrten. Segways fallen seit 2019 grundsätzlich unter die eKFV und dürfen nur mit einer entsprechenden Versicherung betrieben werden. Einige Modelle gelten rechtlich nicht als Elektrokleinstfahrzeuge, weil sie breiter als 70 Zentimeter sind. Sie dürfen weiterhin nur mit Sondergenehmigung gefahren werden.

E-Scooter

Heute versteht man unter E-Scootern zunehmend elektrisch betriebene Tretroller. Sie sind seit 2019 unter bestimmten Bedingungen für den Straßenverkehr zugelassen. Wichtig für die Genehmigung sind bestimmte Sicherheitsmerkmale wie eine Leistungs- und Geschwindigkeitsbegrenzung, unabhängige Bremsen und eine Lichtanlage. E-Scooter dürfen nur mit einer entsprechenden Haftpflichtversicherung betrieben werden.

Pedelec und E-Bikes

Wer von E-Bikes oder E-Fahrrädern spricht, meint häufig eigentlich Pedelecs. Doch es gibt entscheidende Unterschiede: Pedelecs unterstützen den Fahrer nur durch einen Elektromotor und die Motorunterstützung ist auf 25 km/h begrenzt, E-Bikes oder S-Pedelecs können diese Grenze überschreiten. Entsprechend gibt es rechtliche Unterschiede: Pedelecs sind in der Regel Fahrrädern gleichgestellt, für E-Bikes und S-Pedelecs benötigen Sie eine Betriebserlaubnis, einen Mofa-Führerschein sowie ein Versicherungs­kennzeichen.

E-Motorroller

Im Prinzip sind E-Motorroller nichts anderes als klassische Motorroller mit Elektroantrieb. Neben Start-Ups und Herstellern aus Fernost setzen auch bekannte Hersteller zunehmend auf Elektromotoren. Entsprechend gelten rechtlich die gleichen Bedingungen wie für Mofas und Krafträder mit Verbrennungsmotor. Sie benötigen für den Betrieb eine Mofa- & Moped-Versicherung.

E-Motorrad

Auch vor Motorrädern macht die Elektromobilität nicht halt. So bringen auch Traditionshersteller inzwischen elektrische Modelle auf den Markt. Für sie gelten rechtlich die gleichen Bedingungen wie für ihre fossilen Verwandten. Als Motorradfahrer benötigen Sie einen entsprechenden Führerschein und die passende Motorradversicherung.

E-Auto

Die Weiterentwicklung von E-Autos steht derzeit wohl am deutlichsten im Fokus. Neuentwickelte Elektroautos und Transporter können die Vorteile der Technik voll ausschöpfen und damit mögliche Nachteile in Reichweite und Geschwindigkeit kompensieren. Elektroautos sind zwar steuerlich begünstigt, ansonsten gilt aber der rechtliche Rahmen herkömmlicher PKW. Sie benötigen in der Regel eine Autoversicherung.

Ergänzender Versicherungsschutz für neue Mobilität

Für E-Scooter, E-Bikes, E-Roller und Elektroautos ist eine Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Daneben können weitere Versicherungen sinnvoll sein, etwa ein spezieller Diebstahlschutz für Ihr wertvolles Pedelec oder eine Unfallversicherung.

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